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Brrr. But tasty

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Was das iPhone noch braucht

Das iPhone ist ein klasse Gerät, keine Frage. Kein anderes Handy hat es bisher geschafft, mich so lange zu fesseln und jeden Tag aufs Neue zu begeistern. Es ist wie diese alten Aufklapp-3D-Bücher, die ich früher von meiner Tante geschenkt bekommen habe: Auch nach dem fünften Mal durchblättern habe ich etwas neues entdeckt!

Heute ist nun das lang ersehnte Update 2.2 erschienen. Die Autokorrektur ist abschaltbar, deutlich besser geworden und insgesamt wirkt das Gerät wieder so schnell wie vor dem Update auf 2.0. Eine solide Arbeit, trotzdem gibt es noch so einige Dinge, die das Leben erleichtern würden. Hier eine persönliche Auflistung dieser Dinge:

- Copy and Paste: Ja, viele werden sagen “Braucht man nicht, habe ich noch nicht gebraucht, blablabla”. Leute, es ist PRAKTISCH! Allein, wenn mich jemand fragt “Hey, schick mir mal die Nummer von XY per SMS”. Da es noch kein Verschicken von Visitenkarten gibt…

- Verschicken von Visitenkarten: Das war damals schon beim Palm so praktisch, über Infrarot (was ja soooooooo 20. Jahrhundert ist…). Man sah die Frau seiner Träume und beamte ihr seine Kontaktdaten rüber. Wäre über das bisher kaum genutzte Bluetooth oder über WLAN ein Kinderspiel.

- Kategorien: Unbedingt notwendig, vor allem, da immer mehr gute Applikationen in den Store kommen. Und bei 9 Applikationen-Seiten ist Schluß - ab da geht nur noch “löschen”. Wie schon beim Nintendo Wii mehr als suboptimal. Der hat aber wenigstens nur 512 MB…

- iPhone/iPod über Airtunes laufen lassen: Jeder, der eine Airport Express Station besitzt, weiß deren Vorzüge zu schätzen. Ich sitze auch gerade im Wohnzimmer, habe das iBook auf dem Schoß und höre über meine Anlage meine iTunes-Musik. Aber wie viel praktischer wäre es, direkt vom iPhone aus auf die Anlage streamen zu können. Gerade für Besitzer des Alu-Phones, die nicht ohne Adapter auf die Anlage kommen, wäre das mehr als hilfreich und ein absolutes Killerfeature.

- Streetview in Deutschland, gemeinsam mit Traffic- und Bahn-Auskunft

- Flash - soll ja im neuen Jahr kommen. Hoffen wir das beste

- Hintergrundprozesse: Und selbst wenns nur auf drei limitiert wäre: Immerhin könnte man den Instant Messenger laufen lassen…

- iTunes-Titel auch Over The Air (OTA) kaufen können. Ist momentan eine rechtliche Situation, weil die Netzbetreiber sowie die Musiklabels mehr Geld für OTA-Songs verlangen wollen und Apple sich weigert (Quelle: Macrumors-Forum)

- MMS: Jaha, ich weiß. Braucht man eigentlich nicht. Hab ich auch gedacht, bis zu meiner letzten Freundin, die da voll drauf abgefahren ist. Manchmal wirklich praktisch, vor allem, weil nicht JEDER so internetverrückt ist wie man selber

- Eine erweiterte Status-Anzeige: Windows und Symbian können das bereits, warum das iPhone nicht? Ich spreche davon, aktuelle Termine auch anzuzeigen. Ich hab’ jetzt schon einige Geburtstage verpasst, weil ich nicht jeden Tag in den Kalender schaue…

- iPod per WLAN bestücken: Ich hab’ nicht immer Lust, mein Kabel zu suchen und von dem her wäre eine WLAN-Bestückung des iPods durchaus nützlich. Vielleicht tut sich da ja noch was?

Sind wir noch zu retten? Sat1 und die Deutsche Programmdebatte

Marcel hat das schon genau richtig gemacht: Einfach mal kräftig mit der Kelle drauf auf den Sack, egal wie, man trifft immer den richtigen. Konkrete Vorschläge von dem einstigen Literatur-Papst waren aber Fehlanzeige. Mehr Literatur und Bildung im Fernsehen wird bei unseren verwöhnten Zuschauern keine Katze mehr hinterm Ofen hervor locken.

Wie wählerisch das Deutsche Publikum ist, bekommt täglich die Pro7Sat1-Gruppe zu spüren. Die Quoten und die Stimmung sind im Keller, der Spiegel berichtet über den möglichen Verkauf von N24 und in der Belegschaft machen die freiwilligen Kündigungen die Runde. „Bevor das Schiff sinkt“. Keine guten Vorraussetzungen also, ein erfolgreiches Programm an den Start zu bringen.

Woran liegt das eigentlich, dass der Unterföhringer Sender im Moment so fahrig in den Roten Zahlen navigiert? An der Qualität der Konkurrenz kann es nicht liegen. RTL legt trotzdem regelmäßig Quotenhits hin, von Bauer sucht Frau hin zum Schuldenberater. Während des Abendprogramms am Dienstag könnten alle anderen Sender auch nur Schwarzbild oder Farbbalken senden, so stark ist die Dominanz von CSI:MIAMI und dem Team von Dr. House. Ein Glücksgriff der Kölner, ohne Frage.

Will man das größte Sorgenkind Sat1 retten, wäre eine gründliche Entrümpelung wichtig. Nachmittags ist man mit Gerichtsshows wie zugeballert, wenn sich zwei bei Kallwass treffen, schaltet der Otto-Normal-Marcel ab oder um. Das Abendprogramm ist nicht besser und gerade am Freitag mit seinem „Comedy-Programm“ gut dazu geeignet, alternden Literaturkritikern den letzten Todesstoß zu versetzen.

Am Wochenende dasselbe Bild. Die alten Gesichter Hugo Egon Balder und Kai Pflaume treten an im Grinserekord und allein „Genial Daneben“ holt noch einige Zuschauer vor die Kiste. Es mangelt demnach nicht nur an guten Sendungen und Ideen, sondern auch und ganz besonders an Gesichtern. Nachwuchs ist Mangelwahre, hier zeigt Pro7, wie das funktioniert. Allein aus der Stefan Raab-Schmiede sind mit Elton und Simon zwei zukünftige Showmaster entstiegen, deren Niveau hoffentlich noch mit dem Alter steigt… Und Bully wurde bereits von der Presse angetragen, doch bitte Gottschalk und vor allem uns zu erlösen und in Zukunft „Wetten dass…?“ zu übernehmen.

Was tun, sprach Zeus. Eigentlich liegt das auf der Hand: Sat1 muss sich nach vorne und auch zurück orientieren. Klingt paradox, ist es aber nicht. Was waren denn die Hits von Einst? Vor allem das Fußballmagazin „RAN!“, das regelmäßig Top-Quoten erzielte. Man merkt auch heute noch, wie sehr die Zuschauer Sat1 mit Fußball in Verbindung bringen: Kein anderer Sender schafft solche Ergebnisse, außer vielleicht ARD und ZDF mit der Europa- und Weltmeisterschaft. Sport muss wieder in das Gesicht des Senders, das ist klarer als das, was bisher als Bildschirmsuppe bei Sat1 läuft. Mit guten Moderatoren, die was von ihrem Job verstehen, die jung sind, und doch erfahren, kann man sich sein eigenes Gesicht zurück holen. Man hat ja schon gemerkt, wie lang Sat1 für den letzten Slogan gebraucht hat: Kreativität ist Mangelwahre!

Von Sport allein kann kein Sender leben, weshalb auch noch andere Tugenden der Vergangenheit ausgegraben werden sollten. Das erste Konzept der Wochenshow war ein Hit – warum es nicht wieder ausgraben? Mit unverbrauchten Moderatoren und im Stil einer „Daily Show with Jon Stewart“: Frech, provokativ und auch mal richtig schön unter der Gürtellinie. Wenn das im „prüden Amerika“ unter George W. funktioniert, warum dann nicht auch bei uns? Inzwischen gibt es immer mehr Deutsche, die „republikflüchtig“ werden und sich täglich auf der Daily Show Homepage die Folge der letzten Nacht anschauen.

Ein großer Hit von Sat1 waren zudem die Serien. Da hatte man in letzter Zeit etwas Pech mit der Auswahl. OK, man hat viel Mist gesendet. Deutschland ist einfach noch nicht bereit für Shows wie The Unit oder 24 (das bei RTL2 und Pro7 floppte). Trotzdem wäre Sat1 ein idealer Sender für Shows wie Die Sopranos oder Neuheiten wie The Mentalist. Früher galt man noch als „etwas intellektueller“, verspielter. Brachte Star Trek, regelmäßig Asterix und den FilmFilm der Woche in Großankündigung. Zeit, die Uhr ein wenig zurück und damit nach vorne zu drehen.

Aber was red’ ich hier… Ändern.. wird sich auch nichts. Ich geh’ wieder Daily Show gucken…

GENIAL: Obama Roasts McCain at Al Smith Dinner (via NCDem)

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